„Der Schulbesuch kostet Geld, die Schuluniform auch. In einer Klasse sitzen 60 Schüler“, klärt der Leiter der „Initiative Black&White“ seine Zuhörer in der Aula der OBS auf. Einen Tag lang ist er mit vier schwarzafrikanischen Kollegen hier als Gast spricht über die Verhältnisse auf dem Kontinent, der nur 14 Kilometer entfernt von Gibraltar beginnt und trotzdem manchem nicht näher ist als die Rückseite des Mondes. „Die Schüler sind konzentriert und hören gebannt zu“, hat Lehrerin Holle Brandolini den Eindruck. Anke Schröder, Konrektorin und Projektleiterin von „Fest der Kulturen“, hat ebenfalls zugehört und bemerkt: „Die Schüler nehmen etwas mit.“

Projekttag an der König-Heinrich-Schule Fritzlar: „ Afrika- damit die Welt für alle funktioniert!“ Hierbei schlug die fünfköpfige Truppe mal laute und lebensfrohe und mal nachdenkliche Töne an.  In seinen beiden teils informativen, teil emotionalisierenden Vorträgen ging es dem Gründer der Initiative, Wolfgang Lieberknecht, vor allem darum, aufzuzeigen, inwiefern die Armut in Afrika mit dem Wohlstand des Westens zu tun hat und die Schüler für Toleranz und ihre Verantwortung in der Welt zu sensibilisieren. Es war ein turbulenter, nachdenklicher und  – buchstäblich-  bewegender Tag an der KHS, wofür wir der Gruppe „Black&White“ sehr herzlich danken!

SCHULE MIT COURAGE mit bunter Lebensfreude aus Afrika: „Wir halten die praktische Organisation der ‚Einen menschlichen Familie‘ für eine entscheidende gefühlsmäßige Basis, um die Menschen aufzuschließen für die weltweite Zusammenarbeit und eine weltweite gemeinsame Maßnahmen, die menschenwürdiges Leben für alle sichern“, umschreibt Wolfgang Lieberknecht vom Verein die große Aufgabe. Der Journalist bereiste selbst mehrmals den schwarzen Kontinent.Mit Bildern während einer Präsentation wurde das den Schülern immer wieder deutlich vor Augen geführt: auf der einen Seite das arme Afrika, das nach wie vor ausgebeutet wird, in dem die meisten Menschen unter dem Existenzminimum leben; auf der anderen Seite das reiche Afrika, in dem Menschen in einem schier unglaublichen Luxus leben.

Aus einem Klassenraum tönte: Jambo, Jambo Sana, Habari Gani, Muzuri Sana, Wageri, Karibuni, …, Hakuna Matata … .Weit über den Schulhof hinaus war das Trommeln aus dem Musikraum zu hören. Bis zu 64 Kinder trommelten zusammen. Beim Vortrag erfahren sie: Fast täglich kommen die Schüler unbemerkt mit Afrika in Berührung, sei es über den Kakao oder Coltan, dem Stoff aus dem die Handys sind. Beides wird in Afrika z. T. unter unmenschlichen Bedingungen produziert. Black&White will zum Nachdenken anregen, welchen Beitrag wir zur Verbesserung der Lebenssituation in Afrika beisteuern können.Ausgelassen und fröhlich ging es in der Sporthalle „Neue Zeit“ zu, wo die Mädchen und Jungen zu afrikanischen Rhythmen tanzten. Am Nachmittag fand für Schüler, Geschwister, Eltern, Großeltern und Lehrer ein Mitmachkonzert statt, welches stark besucht wurde. Hierbei führten die Kinder mit viel Freude vor, was sie kulturell am Vormittag gelernt hatten. Der Funken sprang schnell auf die Besucher über. Auch sie hatten großen Spaß am Tanzen, Singen und Trommeln.

SCHULPROJEKT GEGEN RASSISMUS: Trommelklänge hallten in schnellem Rhythmus durch die Schulaula. Schüler und Lehrer formierten sich zu einer langen Polonaise und schwenkten dabei Fahnen verschiedenster Länder und Religionen. Das Auftaktkonzert der Mitglieder der afrikanischen Initiative Black&White sorgte für strahlende Gesichter und eine positive Einstimmung zum Projekttag. Black&White-Mitglied Eunice Lieberknecht erläuterte zuvor in einem Vortrag die Lebenssituation der Menschen in Ghana, ihrem Heimatland. Gebannt lauschten die rund 300 Kindern der fünften, sechsten und neunten Klassen den Ausführungen, zu denen Lieberknecht auch Fotos auf einer großen Leinwand präsentierte. Um 20 Jahre geringer als in Deutschland sei die durchschnittliche Lebenserwartung, so Eunice Lieberknecht. Während von 1000 Einwohnern in Deutschland statistisch gesehen 531 Autos kämen, seien es in Ghana gerade einmal 18. Auch am Beispiel des europäischen Kakaokonsums und der niedrig gehaltenen Weltmarktpreise ging Lieberknecht der aufgeworfenen Frage nach, „was wir in Deutschland mit Ghana zu tun haben“

Unser Black&White-Projekttage/abende für den Zusammenschluss für eine (menschen-) freundlichere Welt mit einem Schwerpunkt auf den afrikanisch-deutschen (europäischen) Beziehungen (beitragen zur Umsetzung der Beschlüsse der Staatengemeinschaft 1945 und 1948, über die UNO eine gerechte und friedliche Welt zu schaffen) – Für Elterntreffen, Volkshochschulen, Eine-Welt-Initiativen, Vereine, Studentengruppen, Parteien, Flüchtlingsinitiativen, Oberstufen, Lehrerfortbildungen ……………